Ampel auf Gelb/Orange: Erneut Maskenpflicht in geschlossenen Räumen

Seit Montag, 14. September 2020, gelten die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, welche die Bundesregierung am vergangenen Freitag verkündet hat.
Ampel auf Gelb/Orange: Erneut Maskenpflicht in geschlossenen Räumen

Somit ist in Innenräumen grundsätzlich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, und zwar nicht nur in Supermärkten, sondern nun auch wieder im gesamten Handel, im Dienstleistungssektor, bei Behörden mit Kundenkontakt und in Schulen außerhalb der Klassen.

In der Gastronomie gilt Maskenpflicht für das Servicepersonal. Auch in Sportzentren und dergleichen gilt im Garderobenbereich die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht.

 

Veranstaltungen im Freien werden ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze auf 100, indoor auf 50 Personen limitiert. Für Großveranstaltungen mit einem Sicherheitskonzept gilt ein Limit von 3.000 Personen im Freien bzw. 1.500 Personen in geschlossenen Räumen. Bei Kulturevents darf die Maske am Sitzplatz abgenommen werden.

 Corona-Ampel springt auf Gelb bzw. Orange

Wie am Montag, 14. September 2020, bekannt wurde, empfahl die Bundeskommission die Farben für die Vorarlberger Bezirke zu ändern. Die Vorarlberger Landesregierung folgte dieser Empfehlung – innerhalb der Bezirke wird es aber Abstufungen geben.

 

Differenzierte Einstufung

  • Der gesamte Bezirk Dornbirn wird auf Orange gestellt.
  • Der Bezirk Bregenz wird auf Gelb gestellt – mit Ausnahme der Talschaften Bregenzerwald mit der Tannbergregion (Warth und Lech) sowie des Kleinwalsertals – diese bleiben grün.
  • Der gesamte Bezirk Feldkirch wird gelb.
  • Der Bezirk Bludenz wird orange – mit Ausnahme des Klostertals, des Brandnertals, des Montafons und des Großen Walsertals – diese werden gelb.

 

Die Landesregierung betonte, dass alle Maßnahmen, die als Folge einer gelben oder orangen Ampel nun aufgelistet werden, als reine Empfehlungen zu verstehen sind.

 

Gelbe Ampel:

  • Mund-Nasen-Schutz tragen, insbesondere beim Kontakt mit Risikogruppen.
  • Bei Veranstaltungen sollen Kontaktdaten erfasst werden.
  • Spitäler: 1 Besucher pro Patient pro Tag für 1 Stunde.
  • Ärzte: terminliche Vereinbarung wird empfohlen.
  • Schule/KIGA/KIBE: Betreuung soll vermehrt im Freien erfolgen; es gibt eine klare Verordnung des Bildungsministeriums für Schulen. Der Normalbetrieb kann mit erhöhten Hygienebestimmungen aufrechterhalten werden. Detailinformationen finden Sie laufend aktuell auf www.vorarlberg.at/corona!
  • Sozialeinrichtungen: Kontaktdatenerhebung; Koordination der Besucher durch Einlasskontrollen, Reduzierung von externen Dienstleistungen.
  • Sport: Besucherströme sollen gelenkt werden; keine Menschenansammlungen; Anwesenheitsmeldungen erheben; Ausübung ist uneingeschränkt möglich. Trainingsgruppen sollen konstant bleiben (keine Durchmischung); Anwesenheitslisten sollen geführt werden. Wettkämpfe nur in geschlossenen Gruppen.

 

Orange Ampel:

Zuzüglich zu den bereits gültigen Maßnahmen sowie den Empfehlungen bei „gelber Ampel“, gelten bei der „orangen Ampel“ folgende weitere Empfehlungen:

  • Mund-Nasen-Schutz bei Kontakt mit Risikogruppen, in öffentlichen Bereichen in geschlossenen Räumen, auch in der Gastronomie sowie bei Veranstaltungen bis zum Erreichen des Sitzplatzes.
  • Mund-Nasen-Schutz auch im Freien, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann (insbesondere bei Outdoor-Veranstaltungen).
  • Veranstaltungen: Kontaktdaten erheben, Reduzierung der Anzahl der Gäste ohne zugewiesene Sitzplätze auf 25 (indoor) bzw. 50 (outdoor). Mit zugewiesenen Sitzplätzen maximal 250 indoor, maximal 500 outdoor.
  • Kein Gastronomiebetrieb bei Veranstaltungen.
  • Spitäler: generelles Besuchsverbot mit Ausnahmeregelungen. Ambulanzen werden geschlossen (nur für Notfälle oder dringende Überweisungen aus dem niedergelassenen Bereich möglich) – oder nach direkter Terminvereinbarung mit dem Spital.
  • Niedergelassenen Ärzte: vorherige Terminvereinbarung erwünscht.
  • Schule: Erhöhte Schutzmaßnahmen laut Verordnung des Bildungsministeriums.
  • Kultur: Besucherströme lenken, Ansammlungen vermeiden, Anwesenheitslisten führen. Bei erhöhtem Tröpfchenausstoß (Singen etc.) bitte Veranstaltung nur in Kleingruppen durchführen.
  • Sport: Keine Sportarten mit intensivem Körperkontakt (z.B. Fußball, Handball etc.). Keine Vermischung von Trainingsgruppen, Anwesenheitslisten.
  • Öffentlicher Verkehr: Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Fahrkartenautomaten oder FAIRTIQ sollen genutzt werden. Bitte nicht an Buslenker wenden.

 

Alle diese Maßnahmen sind als Empfehlungen zu verstehen. Informieren Sie sich generell beim zuständigen Veranstalter, ob eine Veranstaltung durchgeführt wird oder nicht.

 

Infektionsteam

Wie die Landesregierung am Dienstag bekanntgab, wird in Halle 14 der Messe Dornbirn ein Infektionsteam Platz finden. 92 voll ausgestattete Arbeitsplätze werden dort untergebracht. Dieses Team soll ab dem kommenden Wochenende einsatzbereit sein. Somit ist es möglich, eine deutlich schnellere Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten zu ermöglichen. Die Reproduktionszahl liegt derzeit wieder deutlich über 1 – umso wichtiger ist die raschestmögliche Kontaktverfolgung.

 

Eigenverantwortung ist gefragt!

Die Landesregierung wie auch die Bürgermeister der Region amKumma appellieren an die Bevölkerung: Bitte nehmen Sie diese Empfehlungen ernst – zum Wohle Ihrer Mitmenschen, aber auch für Sie selbst. Nur gemeinsam ist es möglich, diese Pandemie im Zaum zu halten und eine möglichst niedrige Infektionszahl sicherzustellen. Eine Prognose für die kommenden Wochen ist derzeit nur schwer möglich. Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger ist daher umso mehr gefragt. Daher beachten Sie bitte diese Empfehlungen und helfen Sie mit, die Zahlen niedrig zu halten.

Aktuelle Infos unter www.vorarlberg.at/corona.

 

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